2007 Projekt Burgberg-Turm

 

Zur Geschichte:

Aussichtstürme, Aussichtstempel und Schutzhütten zu errichten, war im ausgehenden 19. Jahrhundert groß in Mode. Zwischen 1873 und 1913 entstanden im Vortaunus zwischen Hofheim und Bad Homburg zehn Aussichtstürme, die meisten auf Veranlassung des Taunusclubs, der sich neben dem Wandern auch dem Tourismus verpflichtet fühlte.  

 

Die Idee zum Bau der Sodener Burgwarte hatte man auf der Generalversammlung des hiesigen Zweigvereins am 9. Februar 1899. Eine Kommission, der u.a. die beiden Sodener Bauunternehmer Rübsamen und Stark angehörten, verfolgte das Projekt weiter. Noch im gleichen Jahr beschloss der Vorstand des Taunusclubs die Errichtung eines steinernen Aussichtsturms, der nicht mehr als 2.000 Mark kosten sollte. Römische Architektur, oder das, was man dafür hielt, war damals sehr in Mode. Vom Vorstand beauftragt, erstellte der Homburger Baurat Louis Jacobi - der Architekt der rekonstruierten Saalburg - die Zeichnung eines römischen Wachturms. Sie diente den beiden Bauunternehmern als Grundlage für ihre jeweiligen Entwürfe.

Bereits im Januar 1900 lagen dem Verein dann zwei Pläne eines zehn Meter hohen Aussichtsturmes vor: der von Rübsamen hatte eine runde Form, jener von Stark eine eckige. Nach langen Diskussionen entschied sich der Vorstand für den Entwurf von Stark, einen viereckigen Turm aus Neuenhainer Bruchstein, zu bauen.

 

Die Einweihung des Aussichtsturmes, der fortan Burgwarte hieß, fand am 17. Juni 1900 anlässlich des jährlich veranstalteten Waldfests des Taunusclubs statt. Gekostet hat der Turm schließlich 2.058 Mark. Dazu stiftete die Zentralkasse des Vereins insgesamt 650 Mark. Den Rest brachten der Taunusclub und Sodener Bürger auf. Das Gebäude wurde im Jahr 1984 grundlegend restauriert.

 

Zum Projekt:

Im Herbst 2007 veranstaltete der Historische Verein Bad Soden eine Ausstellung über die Burgwarte im Badehaus, um das öffentliche Interesse an der Burgwarte zu wecken, da eine erneute Sanierung – u.a. aufgrund eines Brandschadens im Treppenhaus – notwendig geworden war. Die Sanierung gelang im Folgejahr und wurde zur Hälfte von privaten Stiftern aufgebracht.

 


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TERMINE

 

Jahreshauptversammlung des Historischen Vereins :

Montag, 28.5.2018

19:00 Uhr

Ort: Königsteiner Straße 77